Und wieder zuhause

Veröffentlicht auf von Caputo

Ja, so schnell kann es gehen, und eine Woche Urlaub ist vorbei. Wie ein Atemzug.

Es war schön in Varazze an der Ligurischen Küste, wenn auch die schlechten Wettervorhersagen immer wie ein

Damoklesschwert über uns hingen. Wenn man nur 4 ganze + 2 halbe Tage Urlaub hat ist ein verregneter Tag schon schlimm.

Tatsächlich konnten wir aber jeden Tag an den Strand. Selbst am Freitag, als es morgens noch aus Kübeln regnete, holte ich mir am nachmittag fast einen sonnenbrand am Strand.

 

Varazze ist relativ teuer. Warum das so ist wurde uns nun auch klar, nachdem wir bei unserem abendlichen Spaziergang den Yachthafen genauer inspiziert haben. Tatsächlich tummelt sich hier ein gar illustres Völkchen an reichen und wohlhabenden.

Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich die Hoteliers und Restauranbesitzer selbst auch noch im Wohlstand wähnen. Doch tatsächlich verblasst nicht nur die Farbe an den Hotels aus den 60er/70er Jahren.

Viele ältere Stammkundschaft bevölkert das Städtchen in den Sommermonaten. Doch wie es mit den älteren Kunden nun einmal so ist, bleiben sie irgendwann einmal fern. Und wirklich junges Publikum kommt nicht nach. Auch wir werden ehrlich gesagt keine Ferien mehr dort verbringen. Nicht das wir uns abgezockt fühlen würden, das nicht. Aber doch hat man eben das Gefühl andernorts mehr für sein Geld zu bekommen.

Ein Vorteil ist allerdings nicht von der Hand zu weisen: Die Touristen waren hauptsächlich selbst italiener. Das ist in soweit ein Vorteil, dass man eine wirkliche Abzocke eigentlich kaum erlebt. Wir selbst zum Beispiel gar nicht.

Mit den Urlaubern aus Deutschland, Frankreich, Holland, etc. ist es natürlich einfacher mal einen Preis etwas anders anzusetzen, schon der sprachlichen Hemmschwelle wegen lassen viele Touristen lieber mal fünfe gerade sein.

 

Aber das soll natürlich nicht heissen, dass ausländische Touristen automatisch abgezockt werden.

Doch ist die Atmosphäre einfach anders als am Teutonengrill auf der anderen Seite des "Belpaese", wie die Italiener ihre Heimat selbst nennen. Es bedeuted einfach nur "Schönes Land", und dagegen kann man ja wohl nichts sagen, oder?

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