zerplatztes Glück in der Schweiz...
Vor 24 Stunden war meine Welt noch in Ordnung. Besser, sie war geradezu fantastisch.
Nachdem meine Frau nun nach einem üblen Joberlebnis einen Festvertrag kündigen musste, fast 2 monate lang durch die Mühlen der verschiedenen Bewerbungsverfahren gedreht wurde, hatte sie am vergangenen Dienstag ein Vorstellungsgespräch in der schweizer Grenzregion, nahe Mailand. Noch auf der Rückfahrt bekam sie den Anruf mit der Mitteilung, dass sie die ideale Kandidatin war und genommen wurde. Was für eine Freude!
Sie war überglücklilch, und ich natürlich auch. Am 1. April sollte der 1. Arbeitstag sein.
Doch dann schlug ein Anti-Lohn-Dumping Gesetz, welches die Schweiz vor allem für die Grenzregionen erlassen hatte, mit voller Härte zu. Ihr Lohn sei zu niedrig (obwohl für italienische Verhältnisse sehr gut) und die Schweiz erteile hierfür keine Arbeitserlaubnis.
Leider bekam sie diese Auskunft erst am gestrigen Montag, fast eine Woche also nach dem Vorstellungsgespräch und der guten Nachricht. Nach einem schönen, endlich entspannteren Wochenende, mit Gesprächen über die nahe Zukunft und auch schon ein paar Urlaubsplänen im Kopf.
Was für ein Schock das war kann man sich vielleicht als aussenstehender nur schwer vorstellen.
Eine gewisse Leere macht sich breit. Es ist nicht unbedingt Wut, denn es handelt sich ja um ein eigentlich nachvollziehbares Gesetz, und es ist ja auch keine Ablehnung, kein "sich-einfach-nicht-mehr-melden" wie es soviele andere potentielle Arbeitgeber oder Arbeitsagenturen tun.
Eine gewisse Ohnmacht.