Das Leiden des Ministerpräsidenten und die Angst vor FACEBOOK

Veröffentlicht auf von Caputo

"Wir fürchten neue Angriffe" liesen die Berlusconi-Getreuen verlauten. Doch der Premier gab sofort bekannt, dass er den Kontakt zu den Menschen niemals vermeiden werden!

Noch immer liegt Silvio B. im Krankenhaus San Rafaelle Nord-östlich von Mailand um seine Wunden zu lecken. Oder lecken zu lassen.
Weiter Untersuchungen seien notwendig. Offenbar ist er sich der Lächerlichkeit dieser Meldungen selbst nicht bewusst, denn das italienische Gesundheitssystem ist nicht für eine überfürsorgliche Behandlung seiner Patienten bekannt. Es sei denn natürlich, der Patient ist Premierminister und Medienmogul, außerdem Milliadär Silvio Berlusconi.

Heiss laufen weiterhin die Diskussionen über die "Hass"-Gruppierungen bei Facebook gegen den Premier.
Gruppen mit Titeln wie "Tötet Berlusconi" sollen beäugt werden und die Mitglieder notiert werden.
Klingt nicht nur ein bischen nach STASI.
Allerdings ist man sehr bemüht dem entgegenzuwirken, indem man z.B. diese Gruppierungen als von der Opposition inszeniert abstempelt.

Richtig lächerlich gemacht hat sich allerdings eine Gruppe bei Facebook, die urplötzlich aus dem Boden schoss und Berlusconi kameradschaftlich zur Seite stand. Eine Gruppe gegen den Attentäter und für Berlusconi, deren Mitgliederzahlt sofort auf über 380.000 schoss.
Traurig dabei ist aber, dass die Gruppe vorher den Titel trug "Nehmt das Geld vom Lotto - Jackpot und gebt es den Erdbeben Opfern in den Abbruzzen"!  Aus der Zeit vor ca. 3 Monaten, als der Jackpot die Höhe von über 90.000.000 € erreichte.
Kurzerhand umbenannt und in den Kampf gegen die Linke Opposition geschickt.
Werbung

Veröffentlicht in Ausland

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
T
<br /> Man kann Silvio mögen (wer auch immer) oder auch nicht, aber diese Form der Gewalt finde ich nicht gut, kann er sich doch als Märtyrer hinstellen.<br /> Ein paar faule Eier oder Tomaten hätten auch gereicht, und vielleicht einige zum schmunzeln bewegt.<br /> <br /> <br />
Antworten