Angst im Erdbebengebiet l´aquila (Abruzzen)
Wieder geht die Angst um in der Region Abruzzen. Dort, wo im April letzten Jahres die Stadt Aquila von einem schweren Erdbeben erschüttert wurde hat es wieder einige Erdstösse gegeben. Die Menschen, deren Häuser zwar nicht schwer beschädigt wurden, aber doch zumindest bedroht sind, treibt die Angst wieder auf die Strasse. In Zelte, Autos, Wohnmobile.
Viele Menschen leben noch heute in provisorischen Wohncontainern. Es ist ein Leben auf der Strasse für viele. Der "corriere della sera" beschreibt die Situation in Montereale (L´aquila) wie eine verkehrte Welt:
Hunde und Katzen, die in die Häuser gehen zum schlafen, und Menschen, die nach draussen gehen, in ihren Gärten essen, schlafen, leben.
Kaum einer kauft mehr die Waren, die angeboten werden. Die Metzgerstände machen kein Geschäft. Die Menschen ernähren sich von Pizza, Yougurth, Hähnchen vom Spieß, alles Lebensmittel, die man bequem eben draussen essen kann. In die häuser gehen die Menschen nur für´s notwendigste. Körperpflege, schnell duschen und dann wieder raus, noch mit einem Handtuch bekleidet.
Ob die Region jemals wieder eine unbeschwerte Ruhe finden wird und zum normalen Alltag zurückkehren kann ist im Moment kaum vorstellbar.