Armut in der Großstadt

Veröffentlicht auf von Caputo

Vielleicht ist es, weil ich nicht aus einer Großstadt komme.

Aber hier in Milano, so fällt es mir zumindest noch auf, ist die Armut wirklich allgegenwärtig.

Ob es Bettler sind, die mit Schildern in den U-Bahn-Stationen sitzen, oder ob sie in die U-Bahnen hineingehen und dort nach einer kurzen Durchsage mit der Schilderung ihrer misslichen Lage mit einem Becher herumgehen, ob es Menschen sind, die an den viel befahrenen Ampelkreuzungen Scheiben putzen oder einfach nur um Almosen betteln, überall wird dies mehr als deutlich.

Ein Sozialsystem wie in Deutschland gibt es hier natürlich nicht. Und wer das deutsche System kennt ist manchmal schon versucht zu sagen "Ein Glück".

Aber da Italien mit einer Einwanderung schon fast extemen Ausmaaßes zu kämpfen hat, wäre dies auch nicht realisierbar.

 

Eine sog. "Social Card", welche an bedürftige Bürger ausgegeben werden soll, und im Monat vorerst mit ca. 40 € aufgeladen wird, soll wohl eine Art "Hartz IV" al Italiana bilden.

Am letzen Samstag gab es hier eine landesweite Aktion, bei der Bürger, die in Supermärkten einkauften, eine gelbe Tüte bekamen (wenn sie wollten), in welche sie Dinge ihres Einkaufes packen konnten, welche sie Bedürftigen spenden wollen.

Aus Unkenntnis der Lage und erstem vorsichtigen Herantasten habe ich mal spontan zwei Dosen Kidney-Bohnen gespendet. Allerdings ohne gelbe Tüte. Ich wusste noch nicht genau, wie die Aktion funktioniert.

 

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