Schlechtes Wetter
Die Erderwärmung kann man hin- und her diskutieren wie man will. Tatsache ist, dass ihre Folgen längst spürbar sind. Beispiel Italien und Mailand im besonderen. Lange ist es her dass sich die meisten Italiener an Regen in der Menge erinnern können, wie er in den letzten wochen über der Halbinsel herunter kam. Letztes Wochenende war der Norden stark betroffen, vor allem die Region Veneto, aber auch die Lombardia und andere nördliche Regionen wurden nahezu überflutet. Dann zog das schlechte Wetter weiter richtung süden. Kalabrien wurden von Regenmassen heimgesucht, die auch dort nur sehr selten zu sehen sind. Unter Wasser stehende Autos und Straßen waren in den Nachrichten zu sehen. In Mailand ist es der Fluß Seveso, der immer wieder Anlass zur Besorgnis gibt. Als er vor ca. 5-6 Wochen über seine Ufer trat und gleichzeitig noch ein Rohr der unterirdischen Wasserleitungen brach, wurde das Stadtviertel Niguarda, Sitz eines der größten Krankenhäuser Mailands, überflutet, zwei Metrostationen in der nähe des Hauptbahnhofes ebenso und die Linie 31 der Straßenbahnen, ausgerechnet natürlich mein tägliches Verkehrsmittel, wurde auf der Hälfte meiner Arbeitsstrecke unterbrochen, so dass es dann mit Ersatzbussen weitergehen musste.
Auch am letzten Wochenende ist der Seveso wieder über seine Ufer getreten, allerdings wurde die Straßenbahn zumindest diesmal nicht getroffen von der Flut.
Der Regen ist wieder in den Norden zurückgekehrt, seit ca. 1 Stunde regnet es hier in Mailand ununterbrochen und die Vorhersage macht auch keine große Hoffnung auf schnelle Besserung.