Plötzlich Realität

Veröffentlicht auf von Caputo

Auch wenn mein Leben hier natürlich nich immer nur aus Sonnenschein, Pasta, Pizza und Schokoeis besteht, kommt es mir manchmal fast etwas unrealistisch vor. Probleme haben wir natürlich hier wie alle anderen, vielleicht andere, vielleicht ein paar mehr, aber im großen ganzen auch viele selbstgemachte, was wahrscheinlich jeder mit ein wenig gesunder selbstkritik kennt und bei sich selbst wieder findet.

Doch auf einmal ist es anders. Ein Krankheitsfall in der Familie hat mich nicht nur auf den Boden der Tatsachen, sondern gar in den Keller geholt.

Kurzfristig bin ich auch in die alte Heimat geeilt. Es zeigte mir zwar wieder einmal mehr, das Mailand nicht aus der Welt ist und mit Sicherheit eine sehr gute Wahl für meinen Lebensmittelpunkt, ein Flugticket zu einem einigermaßen vernünftigen Preis (was man von den angebotenen Bahn-Tickets natürlich mal wieder nicht behaupten konnte) war auch schnell gefunden und innerhalb von nicht einmal 24 Stunden, nachdem die schlechte Nachricht mich erreichte, saß ich auch schon im Flieger nach Mittelfranken.

 

Aber dabei bleibt natürlich auch wieder ein fader Beigeschmack, ein schlechtes Gewissen, eine sorgfältige und sehr selbstkritische Überlegung ob es denn so richtig war, die Familie  zurückzulassen.

Auch wenn es mir natürlich immer klar war, das es einmal soweit kommen würde, so trifft einen eine solche Situation immer unvorbereitet.

Ich bereue meine Entscheidung nicht, und ich werde sie auch nicht überdenken. Aber irgendwie hat sich etwas verändert....

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Veröffentlicht in Ausland

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T
<br /> Meiner Meinung nach hast Du Deine Familie nicht zurück gelassen. Wie Du schon schreibst, bist Du ja schnell in der alten Heimat, und bei besonderen Anlässen ist der Preis zweitrangig. Stell Dir<br /> vor, Du bist zwei Wochen in der Karibik im Urlaub, da bist Du nicht so schnell zurück. Für manche Situationen treffen einen immer unvorbereitet, da gibt es keinen "idealen" Zeitpunkt.<br /> <br /> Kopf hoch.<br /> <br /> Viele Grüße<br /> <br /> Thomas<br /> <br /> <br />
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C
<br /> <br /> Danke, Thomas. Von diesem Gesichtspunkt aus habe ich das ganze auch schon betrachtet.<br /> <br /> <br /> Saluti da Milano<br /> <br /> <br /> <br />