Napoli, Napoli, Napoli - Neapel sehen und ....wieder nachhause fahren

Veröffentlicht auf von Caputo

So waren wir nun also am Wochenende in Napoli. Eine reine Touristentour mit 2 deutschen Freunden, die hier in Mailand arbeiten.

Auch wenn wir beide, meine Frau und ich, familiäre Wurzeln haben in der Hauptstadt der Region Campania, wollten wir endlich mal das sehen, was WIR sehen wollten, und nicht das, was uns jemand meint unbedingt zeigen zu müssen.

Z.B. "Napoli Sotteranea", das unterirdische Neapel, welches aus weitverzweigten Gängen besteht, die ursprünglich von den antiken Griechen als unterirdischen Aquedukt konstruiert wurden, um dann später geschlossen zu werden wegen einer Cholera-Epedemie und der verhinderung deren Ausbreitung.

Dann wurde es, Neapel-typisch, als unterirdische Müllhalde verwendet. Bis zum 2. Weltkrieg, als die Neapolitaner die Funktion als Schutzräume entdeckten und somit weitgehend den Müll wieder rausräumten oder mit einer Erdschicht zudeckdeckten.

Dort unten, in ca. 40 m tiefe, herrscht eine konstante Temperatur von ca. 16-18 Grad und eine extreme Luftfeuchtigkeit von ca. 80 %.

Ausserdem haben wir die berühmte "krippenstraße" gesehen, die ist eine Straße, in der viele kleine Handwerksgeschäfte existieren und dort überwiegend Weihnachtskrippen und - figuren in den verschiedensten Variationen verkaufen und präsentieren.

Natürlich ist die Atmosphäre bei 25 Grad und Sonnenschein nicht ganz gegeben, aber eine Weihnachtskrippe, in der im Erdgeschoss ein Pizzaofen steht, ist doch immer etwas besonderes.

Außerdem werden natürlich viele andere Dinge dort verkauft. So gibt es beispielsweise die Tradition der Figuren von berühmten Persönlichkeiten in ganz besonderen Momenten. Eine Figur zeigte Berlusconi mit blutender Nase und einer kleinen Domstatue in der Hand, eine andere zeigt Fußballer in aktion, wie z.B. Zidane der mit dem Kopf auf Materazzi zuläuft. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, aber die etwas größeren, ca. 50 - 60 cm großen Statuen, können schon gut 200 € kosten.

 

Das Hotel war wirklich wunderschön und absolut empfehlenswert. Zu viert residierten wir im Hotel Cavour, direkt am Piazza Garibaldi am Hauptbahnhof Neapels.

Und das für einen Gesamtpreis von knapp unter 90 €.

 

Das Highlight des Samstags war wohl unsere Besuch in einer der bekanntesten Pizzerien der Welt: Pizzeria da Michele!

Eine ganz einfache, schlichte Pizzabude würde man zuerst meinen. Sitzplätze für vielleicht 60 Personen. Aber vor der Pizzeria stehen die Menschen Schlange. Und das, wie in unserem Falle, bis zu über 2 Stunden! Drinnen geht es dann auch relativ gemütlich zu, es herrscht keine Fast Food-Atmosphäre. Die Pizzerie ist seit 6 Generationen im Familienbesitz. Vor kurzem wurde auch ein Teil eines Hollywood-Films mit Julia Roberts darin gedreht.

Die Pizza kann ich empfehlen, Julia Roberts Filme nicht unbedingt.

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