Berlusconi stellt sich zur Mafia!
Nun hat der Bogan mal wieder mehr als überspannt. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi, den große Innenpolitische Probleme treiben und auch ein Zerwürfnis mit dem Vorsitzendes der Abgeordneten-Kammer, Gianfranco Fini, lenkt mal wider tollkühn von seinen Problemen ab.
Neuester "geistiger Auswurf" des Cavaliere ist, das Literatur und Fiktion wie "Gomorra" oder die in Deutschland unter dem Titel bekanntgewordene Serie "Allein gegen die Mafia" (80er Jahre, orig.:"La Piovra") für die berühmtheit der Mafia verantwortlich seien!
Sie wären quasi eine "promotionale Unterstützung" der Mafia, sprich sie machen Werbung für die "ehrenwerte Gesellschaft".
Von der Machtposition wäre die italienische Mafia, natürlich in ihrer Gesamtheit mit der neapolitanischen Camorra und der calabresischen N´drangheta u.m., nur auf dem 6. Platz, dank all dieser publicity wäre sie allerdings die bekannteste.
Man kann nun über ihn denken, wie man will, doch hier wird es gefährlich. Berlusconi wendet das Mittel an, welches die Mafia am liebsten verwendet, um quasi unbesiegbare Feinde zu besiegen: Er macht sie schlecht.
Demnach wäre ja quasi Roberto Saviano, Autor des Bestsellers "Gomorra", mehr eine Art Handlanger der Mafia.
Ein Unterstützer. Sieht man das allerdings vernünftig weiss jeder, dass dieser tapfere, mutige Mann sein Leben riskiert hat, um die Camorra auch ausserhalb Italiens zu einem bekannten Problem werden zu lassen.
Gefährlich sind aber die wenigen vernünftigen. Die wenig belesenen. Denn in Italien holen noch immer weit über 60 % der Menschen ihre Informationen aus dem Fernsehen, und das gehört, wie jeder weiss, nahezu vollständig Don Silvio.