Öffentliche Verkehrsmittel in Mailand

Veröffentlicht auf von Caputo

Wer sich in Mailand bewegen will ohne Auto hat dafür zahlreiche Möglichkeiten. Das wohl zuverlässigste Verkehrsmittel ist die "Metropolitana", die Metro. Drei U-Bahnlinien verbinden die Stadt und ermöglichen einen relativen reibungslosen Verkehr.
Die Tram, also die Straßenbahn, prägt das Stadtbild besonders durch die alten, restaurierten Züge. Diese tuckern durch die Strassen und lassen bei störendem Verkehr, oder wenn mal wieder ein in zweiter oder dritter Reihe geparkter Wagen zu nah an den Wagon reicht, eine laute Klingel ertönen. Natürlich gibt es auch modernere Straßenbahnen, die allerdings auf den Strecken im Innenstadt-Kernbereich mit viel Haltestationen nicht unbedingt schneller sind. Ihre Zuverlässigkeit hängt eigentlich eher von der freien Schiene und somit natürlich auch vom Verkehr ab.
Die Busse sind da weniger benutzerfreundlich. Ihre Pünktlichkeit hängt von vielen Faktoren ab, die keinem Milanesi allerdings richtig klar verständlich sind. Fakt ist, wer auf den Bus angewiesen ist um pünktlich irgendwo anzukommen, hat meist nur mittelmäßige Chancen. Nicht zuletzt natürlich, da die Busse, bis auch die vorhandenen, aber icht durchgehenden, Busspuren, vom Verkehr abhängig ist.
Interessant sind die sogenannte Filo-Busse. Das sind jene, die durch eine Oberleitung mit elektrischem Strom versorgt werden, und somit natürlich, wie die Straßenbahnen, nur bestimmten Spuren folgen können.
Da sie allerdings keine Schienen haben, kommt es doch des öfteren vor, dass ein unachtsammer Autofahrer zu weit in der Spur des Filo-Busses parkt. Zwar ist dieser dann relativ flexibel und kann auch ausweichen, aber oft springt dann der Verbindungs-Draht aus der Oberleitung. Dann sieht man einen sichtlich entspannten Busfahrer an das hintere Ende seines Arbeitsplatzes laufen und mit einem dickeren Tuch die Sache wieder einfädeln.

Seit einigen Tagen versuche ich, die Straßenbahn anstelle der Metro zu benutzen. Dies heisst zwar ca. 20 minuten früher aus dem Haus zu gehen, aber es ist wesentlich entspannender und die Zeit lässt sich ja auch sinnvoll nutzen.
Außerdem führt mich die Tram No. 1 über die schönste Strecke, entland der Via Manzoni vorbei an der berühmten Mailänder Scala und dem Duomo, direkt zur großen Haltestelle Cadorna.
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