Oktoberfest in Mailand
Es gibt es tatsächlich, ein waschechtes Oktoberfest in Milano. Ich hatte auch schon gehört, aber gestern abend war ich dann selbst dabei.Übrigens auch das erste mal in meinem Leben, dass ich auf einem Oktoberfest einen Platz in einem Zelt und somit auch ein Bier bekommen habe. Das einzige mal, bei dem ich es tatsächlich in München versucht hatte, kam ich leider viel zu spät (Mittags um 1).
Und was für ein Bier ich da bekam: Zwei namhafte, bayrische Biere wurden hier, natürlich standesgemäß nur Literweise, ausgeschenkt.
2 Mass waren da schon drin. Auch die Preise waren natürlich an das Original angepasst, kostete doch eine Mass 9 €. Plus + 3 € Cautione boccale, was auf italienisch soviel wie Krugpfand heisst.
Die passenden Festzeltschlager schmetterte eine Band, die nur als Italiener zu erkennen waren, als sie immer wieder zwischen den Liedern ein Prosit der Gemütlichkeit ausriefen.
Und nachdem im Schnitt die ersten 1,5 Mass pro Besucher konsumiert waren, stieg die Stimmung auch auf den Höhepunkt.
Eine Art Travestie-Einlage auf der Bühne mit einer blonden Hünen "Schönheit" und einem mit einem Soldatenhelm bekleideten Protagonisten zog das ganze dann zwar kurzfristig ein wenig ins lächerliche. Den alten Schlager "Bei der Laterne vor dem großen Tor" dem bayrischen Oktoberfest zuzuordnen fällt wohl auch nur den Preußen ein.
Die ersten beiden Italiener, die dann ausgelassen auf eine Bierbank stiegen, wurden von den übereifrigen Securities sofort zur Ordnung gerufen. Es gibt halt noch viel zu missionieren.
Aber eine Mords-Gaudi war´s auf jeden Fall. Die Brezeln waren Ofenfrisch, und auch Haxn standen zur Auswahl. Aber die berüchtigten Bierzeltschlägereien blieben aus.
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