Zum 1-jährigen

Veröffentlicht auf von Caputo

Jetzt kann ich zumindest sagen "Ich bin schon über ein Jahr hier".
Das macht ja schon mal ein ganz anderes Bild als immer die Monate auszurechnen, die man schon da ist.
Außerdem ist es persönlich gesehen ein anderes Gefühl, bereits ein volles Jahr hinter sich gebracht zu haben. Gut, das klingt jetzt etwas negativ, soll es aber nicht.
Natürlich macht man sich so ein bis zwei Gedanken. Die meisten Formalitäten hat man dann hinter sich gebracht, vor ca. 2 Wochen kam ja dann auch endlich unsere Kranken-Karte. Und nun sind wir quasi schon am überlegen, ob wir uns einen neuen Telefonanbieter suchen. Die üblichen Dinge des alltäglichen Lebens eben.

In jedem Fall bin ich auch heute noch sehr froh, diesen Schritt getan zu haben. Auch wenn wir irgendwann einmal in ein anderes Land oder zurück nach Deutschland gehen sollten, war dies für mich persönlich wichtig. Warum? Gut, zum einen tut eine Auslandserfahrung (Was für die meisten Franken schon bedeuted "raus aus Bayern";) jedem einmal ganz gut.
Zum anderen war es für mich als Halb-Italiener, der in Deutschland aufgewachsen ist, auch einmal wichtig, meine italienischen Landsleute einmal in ihrem eigenen Umfeld erleben zu können. Nicht nur in den Klischeemäßigen Arbeitsgebieten wie Pizzabäcker oder Arbeiter in Deutschland. Nur die vollkommen integrierten Kinder in Deutschland erreichen einen Grad höherer Ausbildung und beruflicher Laufbahn.
Schuld daran sind aber oft nicht die Umstände, Lehrer oder gar die Politik, sondern die Eltern selbst.

Mailand ist nun auch nicht das Ende der Welt, zugegeben. Für mich wäre es Entfernungstechnisch weiter gewesen, nach Hamburg zu ziehen.
Aber es ist doch ein ganz anderes Klima, und das nicht nur meteorologisch gesehen.
Doch was mir fehlt sind natürlich hauptsächlich die Freunde. Und auch die Familie, das ist ganz klar.
Dies wird sich wohl auch nie ändern....
Werbung

Veröffentlicht in Ausland

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post