Friday, 1. april 2011
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16:16
Diesen Satz hat mit Sicherheit jeder schon einmal gehört. Entweder tatsächlich so oder ähnlich von einem nicht deutsch-muttersprachler pronunziert oder im Spass benutzt um auch einen Deutschen
bei einem Sprachstolperer oder Grammatikfehler auf den Arm zu nehmen.
Und tatsächlich steckt ja viel Wahrheit in diesem Ausspruch, der die besondere Schwierigkeit der deutschen Sprache und ihrer Vielzahl an Regeln unterstreichen soll.
Wieviel tatsächlich, das merkt man als Muttersprachler erst mal wieder so richtig nach den Grundschulschwierigkeiten und ein paar vergangenen Jahren, wenn man versucht einem
Nicht-Deutsch-Sprachler bestimmte Gegebenheiten zu erklären.
Was ist der Unterschied zwischen scheinen und wirken?
Wann nimmt man den Akkusativ und wann den Genetiv?
Für mich persönlich ist das relativ schwierig, denn ich habe zwar ein ziemlich gutes Sprachengefühl und somit auch beim Fremdsprachenlernen wenig Probleme, doch gehe ich nicht wie viele
mathematisch an eine Sprache heran, sondern vielmehr gefühlsmäßig.
Trotzdem hat mich das nicht aufgehalten, mich als Deutschlehrer für interessierte italiener in Mailand anzubieten. Vor allem natürlich für Konversations-Kurse, also besser gesagt miteinander
sprechen und pingeligst auf Fehler aufmerksam zu machen. Und das macht zwar nicht reich, aber es ist durchaus interessant. Nicht nur wegen der Leute die man kennenlernt, was natürlich kein
unwesentlicher Punkt ist. Auch aber wegen dem, was man selbst über die Sprache lernt. Und das vielleicht bevor es wirklich notwendig wird, denn später sollte man ja auch mal den eigenen Kindern
erklären können, warum sie dieses oder jenes als Hausaufgaben eben machen müssen. Und falls wir hier in Italien bleiben sollten, was ja eigentlich das Ziel wäre, auch den Kindern ein höheres
Niveau an deutsch beizubringen als die Lehrer es in den hiesigen Schulen tun.
Die meisten Schwierigkeiten bei einer Sprache stellen meist die Präpositionen dar. Also für alle nicht gerade in der Materie steckenden, Worte wie "auf", "unter", "am", "bei", etc.
Aber natürlich auch die bestimmten Artikel. Das "die" Blume nicht "der" Blume ist, wie z.b. eben im italienischen ist eine schwere Umstellung nach jahrelanger Gewohnheit. Was aber zum Teufel das
neutrum, also "das" darstellen soll, welches im italienischen nicht existiert, da alles entweder weiblich oder männlich ist, ist dann gar noch schwieriger.
Wer z.B. Italiener, die noch relativ gebrochen sprechen, reden hört, wird oft "die Auto", "die Haus" oder "die Stift" hören.
Wenn man aber selbst wie ich ja eine Sprache gleichzeitig lernt, dann kann man sich gut hineinfühlen in die Problematik. Daher sind auch die sog. "Tandem" sehr beliebt, also den
Konversationsaustausch zwischen verschieden sprachlichen, die gerne die gegenseitige Sprache lernen möchten.
Da das aber natürlich kein Geld einbringt war mir die andere Lösung lieber...